Bienengarnele
Autor - Jürgen Mörs / Juli 2011
Ursprüngliche Farbform der Bienengarnelen
Die ursprüngliche Bienengarnele kommt in Fließbächen vor die an Berghängen in Hong Kong liegen.
Im Mai 2011 ist es Chris Luckhaup und einigen anderen Hunters gelungen diese Bäche ausfindig zu machen.
Auf Crustahunter.de findet man sowohl einen Reisebericht wie auch ein Video vom Habitat der Bienengarnelen.
Haltung der Bienengarnele
In dem Bach zu dem Habitat der Bienengarnelen wurde über eine sehr geringe Leitfähigkeit berichtet, dennoch zeigten sich
innerhalb der letzten Jahre in der Haltung eine gute Verträglichkeit sowie gute Zuchterfolge in mittelhartem Wasser.
Daher kann ein pH-Wert zwischen 6-7,5 und eine dGH bis 10° im Aquarium angestrebt werden.
Wie alle Zwerggarnelen sollte Falllaub auch hier im Aquarium nicht fehlen. Ebenso wie Moos das man auf Steine oder einem Stück
Totholz gut mit einer Angelsehne leicht befestigen kann. Wer die Möglichkeit hat eine Kiesgrube im Ort besuchen zu können,
der sollte dort mal schauen um nach schönen Kieseln zu suchen. Meist für einen kleinen Beitrag in die Kaffeekasse, lassen sich so sehr
schöne Kieselsteine für sein Aquarium finden. Besonders bräunlich und anthrazit farbige Kiesel sehen da sehr
schick im Becken aus. Totholz kann man in Waldstücken, die sich in Wassernähe befinden selber sammeln und nach einem Wässern von mehreren
Wochen ist dieses Totholz sehr gut geeignet um in sein Aquarium platziert zu werden. Sicher kann
man diese Dekorationen auch direkt im Handel erwerben, mir bietet die Natur da vielmehr an natürlich aussehende Dekorationen
für meine Aquarien, die ich dann aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachte.
Das Aquarium
Sicher kann man eine kleine Gruppe der Bienengarnelen wie so oft empfohlen in einem 12 Liter Becken pflegen.
Bezieht man aber ein, dass die Garnelen sich auch vermehren werden und ein höheres Volumen eine bessere Wasserstabilisierung aufweist,
strebe ich generell ein Beckenvolumen ab 30 Liter aufwärts an. Auch habe ich hier mehr
Möglichkeiten für eine gute Strukturierung an Dekorationen und die benötigte Technik besser unterzubringen. Alleine schon
für eine geeignete Bodenhöhe, die man ja vom Wasservolumen abziehen müsste um auch Pflanzen im Aquarium zu kultivieren, sollte ein Volumen
höher gewählt werden. Stellen sich dann während der Einlaufphase auch die Mikro- und Makroorganismen in dem Aquarium ein, so sollte das
System mit den Bienengarnelen gut gelingen.
Der Bodengrund für Bienengarnelen
Da Bienengarnelen zu 90% bodenorientierend leben, oft auch ein Kontrast zu den Farben der Garnelen und der Farbe
des Bodens eine Rolle spielt, fällt die Wahl eines geeigneten Bodengrundes nicht immer leicht. Daher habe ich aus
vielen verschiedenen Bodengrundsorten, die meine Anlage in den letzten Jahren durchlaufen haben immer feststellen müssen,
dass ein zu heller Bodengrund nie einen guten Kontrast zu den Garnelen erzielte. Durch die Anpassungsfähigkeit einiger Arten
wirken die Garnelen auf hellem feinen Sand sowie hellem Kies meist eher blass. Auf hellem feinen Sand kommt hinzu
das man dort jeden anfallenden Schmutz zum Beispiel aus Detritus sieht. -dieser Detritus sich im Abbauprozess zu
wertvollem Mulm bildet der Garnelenjunge zu gute kommt und man Erfahrungsgemäß diesen Mulm teils im Becken lassen
sollte- Daher verwende ich gerne dunkelfarbigen Kies, hell- bis dunkelbraune Bodengründe oder anthrazit- bis
schwarzfarbigen Kies.
Bienengarnelen mögen es weich bis mittelhart. Aber nicht jeder Haushalt bekommt auch weiches bis mittelhartes Wasser von
den städtischen Wasserwerken geliefert.
Somit steht man vor der Frage, wie kann man dieses eher weiche bis mittelharte Wasser erzielen ?
Eine Möglichkeit besteht darin sein Ausgangswasser über etwas Torf zu filtern der in einem Außenfilter eingebracht wurde,
kleine Torfsäckchen ins Aquarium zu legen, oder das Wasser außerhalb über Torf laufen zulassen und es so aufzubereiten.
Außerhalb einer Torfaufbereitung, so wurde auch ein Artikel bekannt zur "Torfkanone".
Es muss sich aber nicht um einen teuren Torf-Granulat handeln, den auch Torf aus dem Baumarkt leistet sehr gute Dienste für den Einsatz in der Aquaristik.
Ein weiterer sehr interessanter Bericht ist zu lesen auf Crustahunter.de zu. -Kleiner Leitfaden zur pH-Wert Senkung-
Die zweite Möglichkeit fällt auf eine Umkehrosmoseanlage, um so an gutes und reinstes härtebildnerfreies Wasser
zu gelangen. Dieses eher tote Wasser aber wieder mit Mineralien (Aufhärtesalze) zu versorgen die vorher durch die Osmoseanlage entzogen wurden.
Welche Aufhärtesalze in dem gewonnenen Osmosewasser zur Aufbereitung dienen erklärt Dipl. Biologe / Dipl. Ing.agr. Roland Lück auf Crustahunter.de
Eine dritte Möglichkeit fällt auf Aktive Bodengründe kurz "Soil" genannt.
Mittlerweile gibt es sehr viele Aktive Bodengründe auf dem Markt mit unterschiedlichen Erfahrungsberichten innerhalb
der Wirbellosenszene die man garnicht alle aufzählen könnte. Sehr gute Erfahrungen habe ich daher mit den Bodengründen
zu EDEN Aktive Tropenerde / FLUVAL Stratum / ADA Africana - Malaya sowie nur zu einem Teil als Aktiver Bodengrund
anzusehen, der MANADO von JBL erfahren können. Was die Bodengründe für aktive Arbeiten im einzelnen leisten, sollte man a) anhand
der Erfahrungsberichte versuchen herauszufiltern und b) durch Eigentests selber zu erfahren. Carsten Logemann schreibt
im Wirbellotsen über Aktive Soils.
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